Bym 421, Bnb 719, Byg 514 | Spur Z - Art.Nr. 87549

Personenwagen-Set "Heckeneilzug"

Im Eilzug auf der Nebenstrecke
Einst gab es ein ganz anderes, beschauliches Reiseerlebnis ohne aktuelle Sorgen wegen Anschlussversäumnissen, mit funktionierenden Toiletten und Fenstern, die sich öffnen ließen. Die Rede ist von den „Heckeneilzügen“, die lange Jahre über Nebenstrecken umsteigefreie Verbindungen zwischen abseits der Hauptbahnen gelegenen Regionen und den Ballungszentren ermöglichten. Auf den Nebenbahnen ragten sie mit ihrem vergleichsweise komfortablen Wagenmaterial als exotische Tupfer aus den üblichen Schienenbussen und Umbauwagen heraus. Gerade im nördlichen Deutschland bildeten diese Züge bis in die 1980er ein Rückgrat des Verkehrs in Fläche und kamen ab und an sogar zu Kurswagenehren.

Vorbild: Sogenannter "Heckeneilzug" der DB im Zustand der Epoche IV, bestehend aus Umbauwagen 2. Klasse Byg 514 in chromoxydgrün, Nahverkehrswagen 2. Klasse Bnb 719 silber/ozeanblau, Mitteleinstiegswagen 2. Klasse Bym 421 in ozeanblau/elfenbein.

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Personenwagen-Set "Heckeneilzug"
Personenwagen-Set "Heckeneilzug"
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Personenwagen-Set "Heckeneilzug"
Personenwagen-Set "Heckeneilzug"

Die wichtigsten Daten

Art.Nr. 87549
Spur / Bauart Z / 1:220
Epoche IV
Art Personenwagensets
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werksseitig ausverkauft
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Highlights

  • Realistische Farbgebung und Bedruckung.
  • Kurzkupplungshaken.
  • Nachbildung Inneneinrichtung
  • Produktbeschreibung

    Modell: Alle Fahrzeuge in realistischer Farbgebung und Bedruckung.
    Ausgestattet mit Kurzkupplungshaken und jeweils unterschiedlichen
    Inneneinrichtungen.
    Gesamtlänge über Puffer ca. 420 mm.

    Passendes Wagenset zur Lok 88202.

    Das Set 87549 wird einmalig nur für die Märklin-Händler-Initiative (MHI) hergestellt.

  • Veröffentlichungen

    - Sommer-Neuheiten 2017 - Gesamtprogramm 2017/2018
  • Großbetrieb

    Der „Heckeneilzug“ – eine heute im Zuge von Taktverkehren längst verschwundene Bezeichnung – beschwört das Bild einer heilen Bahnwelt mit umsteigefreier Anbindung der Fläche an die großstädtischen Einzugsgebiete herauf. Schon die DRG hatte in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre damit begonnen, Nebenbahnen vermehrt in das Fernreisezugnetz einzubeziehen. Mit der Führung von Fernreisezügen über Nebenstrecken konnten so Abkürzungen und umsteigefreie Verbindungen zwischen abseits der Hauptbahnen gelegenen Regionen und den Ballungszentren ermöglicht werden. Die junge Bundesbahn führte nach Beseitigung der ärgsten Kriegsschäden diese Verkehre fort. Eine markante Verbindung entstand ab Januar 1950 durch das Eilzugpaar Frankfurt – Bremen über Marburg – Korbach – Büren – Paderborn – Bielefeld – Rahden – Bassum mit einem 443 km langen Laufweg, darunter 278 km oder 63 % auf Nebenbahnen. Neben einer erstmals umsteigefreien Tagesverbindung zwischen Frankfurt und Bremen bot das neue Zugpaar mit dem Komfort eines Fernzuges vor allem zahlreichen weiteren Orten eine neue direkte Direktanbindung. Dieses Konzept bewährte sich und so kamen in den nächsten Jahren zahlreiche andere Verbindungen hinzu. Schwerpunkte bildeten vor allem Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen mit ihren langen Nebenbahnen. So entstand bald die umgangssprachliche, ab und an leicht spöttische Bezeichnung „Heckeneilzug“ für diese Fernverkehre, geschuldet den zahlreichen Hecken in den norddeutschen Landschaften, wo diese Züge eine weite Verbreitung besaßen. Einzelne Heckeneilzüge ragten besonders durch die Beistellung von Kurswagen heraus. Zu erwähnen sind hier vor allem die Züge in Ostniedersachsen, die jahrzehntelang Kurswagen zwischen dem Harz und Hamburg sowie zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und Flensburg mit sich führten. Hinsichtlich des Wagenmateriales unterschieden sich die Heckeneilzüge grundsätzlich nicht von den übrigen Ferneilzügen mit durchaus hochwertiger Wagenausstattung. Standen anfangs Eilzugwagen der Vorkriegsbauarten und gelegentlich ältere Schnellzugwagen zur Verfügung, fanden in den 1960er-Jahren rasch die damals vielfach auch in Schnellzügen laufenden „Silberlinge“ ein neues Betätigungsfeld bei den Heckeneilzügen. Sogar moderne Schnellzugwagen bereicherten ab und an das Bild. Waren zur Bespannung anfangs nur Dampfloks vorhanden, kamen ab Mitte der 1960er-Jahre vermehrt Dieselloks der Baureihen V 100, V 160 und V 200 zum Zuge, unter Fahrdraht natürlich Elektroloks. Die zunehmende Stilllegung von Nebenbahn in großem Umfang in den 1970er-Jahren sowie der Aufbau von Taktverkehren auf durchrationalisierten Strecken ließ bald keinen Platz mehr für die Heckeneilzüge. Mit der Einstellung des berühmten „Kleber-Express“ (München – Buchloe – Memmingen – Kißlegg – Aulendorf – Sigmaringen – Tuttlingen – Donaueschingen – Neustadt/Schwarzwald – Freiburg/Breisgau) im Dezember 2003 war dann das Kapitel der Heckeneilzüge endgültig abgeschlossen.

Warnhinweis

ACHTUNG: Nur für Erwachsene
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