29. Internationales Spur-1-Treffen in Sinsheim

Baureihe 78 im Fahreinsatz

Das Auto- & Technikmuseum in Sinsheim war wieder Gastgeber und Kulisse für das Internationale Spur-1-Treffen. Auch Märklin war dabei und zeigte als große Attraktion das erste lackierte Handmuster der neuen Baureihe 78.

Die inzwischen weltweit bekannte Technik-Sammlung von Autos, Flugzeugen, Lokomotiven, Motorrädern gab am 23. und 24. Juni wieder einen tollen Rahmen für Modellbahn-Fans der großen Spurweite ab. Die Besucher kamen nicht nur aus Deutschland und den Nachbarländern, sondern beispielsweise auch aus England, Norwegen und Fernost. Rund 80 Aussteller zeigten ihre vielfältigen Produkte und Ideen rund um den Königsklasse-Maßstab 1:32. Modellbahn-Clubs und -Intiativen, wie beispielsweise FREMO:32 (Freundeskreis Europäischer Modellbahner), Spur1-Module Rhein Neckar und Spur 1 Kreativ luden ein zum gemeinsamen Basteln oder zum Gedankenaustausch über Modellverfeinerungen, Anlagenbau und die Realisierung von Modulanlagen. Darüber hinaus konnten auch noch reizvolle Diorama-Anlagen von Paul Schraepen aus Belgien, Michiel O. Stolp aus den Niederlanden und den Modellbahnern Siegenburg bewundert werden. Schließlich waren in einem Zelt vor den Messehallen zwei große Modul-Rundanlagen von Twerenbold und von der Gauge One Model Railway Association (G1MRA) aufgebaut, auf denen Echtdampf-Loks und -Züge ihre Runden drehten.

Märklin hatte wieder sein schönes Vorführ-Anlagen-Diorama dabei, auf dem diesmal in erster Linie zwei Lokomotiven automatisch auf und ab pendelten – zum einen ein Serienmodell der V188 und zum anderen ein brandneues bereits lackiertes Handmuster der Baureihe 78, die noch vor dem Jahreswechsel zur Auslieferung kommen soll. Gezeigt wurde das Epoche III-Modell der 78 440 in Wendezugversion (Art. 55077, Betriebszustand 1963). Nachdem allerdings die Entwicklung des neuen Spur-1-Hochleistungsdecoders für bis zu 32 Digitalfunktionen noch nicht ganz abgeschlossen ist, machte das Vorführmodell mit dem bisherigen Spur-1-Decoder und mit einem nicht finalen Lokomotiv-Sound Strecke. Zu sehen war aber, dass auch diese Lok wieder eine motorisierte Nachbildung der Umsteuerung hat, die insgesamt fünf verschiedene Arbeitspositionen einnehmen kann. Zudem wird die Baureihe 78 wieder einen schiebergesteuerten Zylinderdampf besitzen, der unter den Zylindern abwechselnd vorne bzw. hinten ausgestoßen wird. Und auch die funktionstüchtige Dampfpfeife wird wieder in das Lokmodell integriert.

Neben dem Fahrmodell hatte Märklin noch eine unlackierte Variante der Baureihe 78 mit dabei, an der man sofort durch die unterschiedlichen Metallfarben sehen konnte, welche Teile aus Zinkdruckguss beziehungsweise aus Messing produziert werden. Märklin bringt von der Baureihe 78 insgesamt acht verschiedene Varianten. Neben der vorgeführten 78 440 wird auch die 78 359 im Betriebszustand um 1956 (Art. 55073) ein Lokmodell in Wendezugausführung. Als weiteres Epoche III-Modell kommt die französische 232 TC 405 der SNCF gemäß Zustand um 1961 (Art. 55078). Außerdem bringt Märklin zwei Modelle in Epoche I-Ausführung – eine Preußische T18 (Art. 55071) und eine Württembergische (Art. 55076) – sowie eine in Epoche II-Ausführung der DRG (Art. 55072). Schließlich kommen auch noch zwei Modelle der Epoche IV: die 078 195-5 der DB und die 78 1030-2 der Deutschen Reichsbahn Ost.

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